Endlagersuche (1/4): Einführung in die Endlagersuche

Shownotes

In der Auftaktfolge der Podcast-Serie "Endlagersuche" sprechen Sarina Hüben und Monika Müller über die gesellschaftliche, politische und wissenschaftliche Dimension der Suche nach einem sicheren Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen die Grundlagen des Standortauswahlverfahrens, die Bedeutung von Geologie, Sicherheit und Öffentlichkeitsbeteiligung sowie die Herausforderungen eines lernenden und transparenten Prozesses. Außerdem erläutern sie zentrale Akteure und Abkürzungen des Verfahrens und ordnen internationale Vergleiche – insbesondere mit der Schweiz – ein. Die Folge zeigt, warum die Endlagersuche nicht nur ein technisches Infrastrukturprojekt, sondern eine langfristige gesellschaftliche Aufgabe mit hoher Relevanz für Raumplanung und Regionalentwicklung ist.

Moderation: Sarina Hüben, Regionalplanerin, Regierung von Unterfranken und Mitglied im ARL-Arbeitskreis “Endlagersuche” Gast: Dr. Monika M. Müller, Endlager-Expertin, Evang. Akademie Loccum, Ehemals Mitglied des Nationalen Begleitgremiums Endlagersuche (NBG)

Ein kleines Glossar mit allen verwendeten Abkürzungen und Begriffen finden Sie hier: https://www.arl-net.de/de/content/glossar-zur-podcast-serie-endlagersuche

Die Aufnahme entstand im Februar 2026.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Einen guten Einstieg in das Thema bietet die Website des Bundesamtes für die Sicherheit in der Nuklearen Versorgung (BASE): https://www.base.bund.de/de/endlager/endlagersuche/endlagersuche.html Ein übersichtliches Video zum Thema hat die Bundesgesellschaft für Endlagerung gemacht: https://www.base.bund.de/de/endlager/endlagersuche/endlagersuche.html Einen vertieften Einstieg bietet die Ringvorlesung TRANSENS des Leibniz-Universität Hannover: https://www.irs.uni-hannover.de/forschung/transens/ringvorlesung

Unser Podcast-Tipp: https://www.irs.uni-hannover.de/forschung/transens/veroeffentlichungen/podcast

Anregungen und Fragen können Sie per Mail an wiko@arl-net.de senden - wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Transkript anzeigen

00:00:11: Ja, ja, ja Müll.

00:00:04: Davon haben wir sowieso schon viel

00:00:07: zuviel.".

00:00:10: Sie hören räumlich

00:00:11: gedacht.

00:00:12: – der ARL-Protgas.

00:00:24: Hallo liebe Hörerinnen und Hörern!

00:00:26: Mein Name ist Serena Hüben.

00:00:28: Ich bin von Haushausgeografin, war als Regionalentwicklerin mit Bezug zur Militärkonversion tätig und bin nun in der Regionallplanung in Bayern verortet.

00:00:38: Über diese Tätigkeit bin ich mit der Endlagersuche in Kontakt gekommen.

00:00:42: Mein Interesse am komplexen Suchverfahren wurde immer größer.

00:00:46: Ich brachte mich in der Öffentlichkeitsbeteiligung ein und wurde in den zwanzig-zweiundzwanzig gegründeten Arbeitskreisendlagersuche zur Rolle von Raumplanung und Raumentwicklung der Akademie berufen.

00:01:00: Neben dem Arbeitskreisenendladersuche, wie wir ihn kurz nennen, bringe ich mich außerdem im sogenannten Forum Nachwuchs ein – dem Netzwerk für junge Planende.

00:01:13: Während der Corona-Pandemie haben wir den ersten Podcast der Akademie produziert.

00:01:17: Mich reist es, planerische Themen mit neuen Formaten kreativ aufzubereiten.

00:01:23: So lag es für mich nahe nun auch die Moderationen für die Podcastreihe Endlagersuche ein oder eben kein Thema für die Raumplanung und Raumentwicklung zu übernehmen.

00:01:36: Mir digital gegenüber sitzt Frau Monika Müller.

00:01:39: Sie ist eine absolute Expertin in Sachen Endlagersuche, freue mich dass sie heute mein Gast sind.

00:01:46: Mögen Sie sich nun bitte unseren Hörerinnen und Hörern selbst vorstellen?

00:02:04: eine handwerkliche Ausbildung gemacht, bevor ich mein Abi nachgemacht habe und dann mich Biologie studiert.

00:02:12: Und während der Promotion- und Abilitation war ich auch in Lehr- und Forschung an der Universität in Ossernbrück tätig.

00:02:19: In dem Jahr zwei Tausend acht wechselte ich dann an die Evangelische Akademie Lokum und hab dort den Arbeitsbereich Naturwissenschaften, Ökologie und Umweltpolitik übernommen.

00:02:30: Für mich war das ein Wechsel von hochpräzisen Mikroskopen und auf subzellulärer Ebene plötzlich auf die Gesellschaft zu schauen.

00:02:40: Also ein gravierender Wechsel, aber einen sehr spannenden Wechsel.

00:02:44: an der Akademie konzipiere und veranstalte ich Tagung zu den Themen rund um Klimawandel, Klimaschutz, Biodiversität und ihm auch zu fragen zur Kernenergie und Entsorgung.

00:02:58: Und das Thema, das Letzt genannte ist sehr intensiv und noch mal intensiver geworden.

00:03:04: Weil ich von der Stunde Null des nationalen Begleitgremiums bis zum letzten Dezember dort aktiv war.

00:03:15: Von daher ist das sehr präsent für mich!

00:03:19: Ein Thema, was wir auch mit diesem Podcast noch präsenter machen möchten in unserer Raumplanungskommunity.

00:03:28: Wie kamen Sie denn zu dem Thema außer jetzt beruflich so?

00:03:32: Was hat das Feuer entgangen gesetzt sich mit der Endlagersuche dann ja auch intensiver zu beschäftigen?

00:03:42: Es ist schon so dass ich nicht zu den Demonstrantinnen und Demonstranthinnen gehört habe in meiner Jugendzeit.

00:03:49: Man bekommt das natürlich mit und ich denke auch auf einen Stickeratomkraft.

00:03:55: Nein, danke!

00:03:56: Aber ich gehöre nicht zu den, die sich auf die Schienen gekettet haben.

00:04:01: Die Akademie hat sich schon zu Anfang an mit der Kernenergie beschäftigt und so richtig los ging das Thema dann natürlich als Ministerpräsident Albrecht auf der Karte verwendet sieben, siebzig Goa-Leben als Ort benannt hat.

00:04:18: Daraufhin gab es dann ja Hitzige und teilweise auch gewalttätige Auseinandersetzungen, nicht nur Goalien- und Kastetransporte.

00:04:27: Auch zwischen Zivilgesellschaften und Ordnungskräften aber auch in Gemeinden entstanden Risse.

00:04:35: Und das ist eigentlich ein Thema um dass ich auch Kirche kümmerte.

00:04:39: also wie geht das gesellschaftlich zusammen?

00:04:42: Nicht von ungefähr lautete der Titel einer Tragung eines meiner Vorgänger Atomöl und sozialer Friede.

00:04:49: Also es geht immer um viel mehr als um das reine Sachthema.

00:04:54: Und spannend finde ich, dass es zwischendurch mal ein Lösungsversuch gab also das gesellschaftliche auch zu klären und das Thema anzugehen.

00:05:03: da ist eine Arbeitsgruppe die ist dann irgendwann einmal bekannt geworden unter aka end Arbeitskreis Endlagersuche hat schonmal sehr gutes gearbeitet.

00:05:12: Das war interdisziplinär zusammengesetzt.

00:05:15: Da gab es aber noch keinen politischen Konsens und das Thema verschwand.

00:05:20: Und als ich an der Akademie anfing, hatte ich wirklich Respekt vor diesem Thema weil ich wusste die Debatten sind hitzig und da muss man schon gut sortiert sein um das Thema angehen zu können.

00:05:33: In dem Jahr zwei tausend neun veranstaltete ich dann erste Tagung Thema Endlager ohne Ende.

00:05:41: leider entsprechender Titel auch für die ganzen Jahre, die danach noch kommen sollten.

00:05:46: Und das war ein Jahr bevor das Goal im Moratorium gendet hat.

00:05:49: Also da war zehn Jahre Pause und nach

00:05:53: dem Moratorium

00:05:54: ging es dann ja so richtig los.

00:05:55: Moratorium zu Ende.

00:05:57: Es muss was passieren.

00:05:59: Der Ausstieg aus der Kernenergie und dann ging auch wieder was in dem Thema und in der Diskussion.

00:06:06: In zwanzig dreizehn wurde dann das sogenannte Stand AG Standortauswahlgesetz verabschiedet Und die Akademie begleitet dieses Thema seitdem eigentlich mit einer Tagung jährlich.

00:06:24: Da gibt es eine große gesellschaftliche Herausforderung und das Anliegen ist, die verschiedenen Akteure in einem Raum zusammenzubringen damit man sich über Lösungen unterhält und in dieser Sache einfach vorankommt weil legen lassen können wir's einfach nicht.

00:06:44: Sie haben jetzt hier in unserem Video Gespräch gesagt, einmal so die Hand gehoben und mit dem Finger in die virtuelle Karte sozusagen gezeigt.

00:06:54: Also über Karten wird manchmal auch ein Thema noch mal gesellschaftlicher sichtbar relevanter.

00:07:03: also sie haben gesagt das ist es diese Übertragung von einem nüchternen oder hitzigen Thema in die Gesellschaft Lösungen zu finden, dass sie das interessiert.

00:07:15: Motiviert sie das heute noch?

00:07:16: Oder gibt es da noch ein Thema was für Sie gerade auch ein Unterthema ganz drängend ist?

00:07:25: Also mich motiviert die Lösung dieser Herausforderung, die hochradioaktiven Abfälle wirklich sich verunterzubringen.

00:07:35: Dann ist natürlich eine Motivation, die Appelle sind da.

00:07:40: Das können wir nicht wegdiskutieren.

00:07:43: Im Standortausfallgesetz steht dann auch etwas zur Selbstverantwortung.

00:07:48: Wir werden sie also auch nicht in ein anderes Land transportieren.

00:07:53: Also das Ursacherprinzip finde ich greift und das finde ich auch gut diese Selbstverordnung.

00:08:01: Und dann muss man jetzt natürlich einfach wissen diese Abfälle gerade oberirdisch lagern und dass die sogenannten Zwischenlager, davon gibt es sechzehn in Deutschland für vierzig Jahre genehmigt waren.

00:08:14: Und deren Genehmigung läuft nun ab.

00:08:18: also in den Vierdreißig ist glaube ich das erste Gorleben und dann in den Dreißiger Jahren und Nachfolgen laufen sie ab.

00:08:28: Diese Abfelle lagern oberirisch und das sind die ungünstigste aller Varianten.

00:08:34: Also wir brauchen eine bessere, sichere Lagerung für lange Zeiträume.

00:08:41: Und ich freue mich, dass die Gesellschaft, die Politik und die Akteure das endlich angehen.

00:08:47: Was mich motiviert ist, dass es jetzt die Chance gibt dieses Projekt erfolgreich abzuschließen auch.

00:08:54: Das ist wirklich Motivation.

00:08:57: Genau!

00:08:59: Das kann ich total gut nachvollziehen... Mein Antrieb eigentlich an so einem nicht denken gesehen komplexen Infrastrukturvorhaben, so als kleines Zahnräthchen sei es als Planende oder als Bürgerin mitzuwirken und das ja also zu dem guten Ende zu bringen.

00:09:18: Also Sie haben jetzt die Zwischenlagerung angesprochen.

00:09:22: ich glaube dazu planet sie dieses Jahr auch eine Veranstaltung in Locom.

00:09:27: Mich hat es interessiert, ob Sie eigentlich auch schon mal bei den Veranstaltungen aus der Raumszene Personen angesprochen haben oder Raumwissenschaftliche Raumplanerische Themen zur Endlagersuche adressiert haben.

00:09:45: Es geht in Lokum darum die aktuelle Entwicklung zu begleiten und das war.

00:09:52: jetzt vornehmlich sind das natürlich Fragen gewesen Wie ist das mit dem Atomausstieg, ja oder nein?

00:10:00: Also wie kommt man damit klar?

00:10:02: oder diese Laufzeitverlängerung.

00:10:04: Oder auch eben ganz massiv in den letzten Jahren auch zwanzig dreizehn Gesetzesentwurf.

00:10:11: Damit waren nicht alle einverstanden.

00:10:13: was soll im gesetz schon drinstehen, wie eng muss es sein, wie breit muss es seien erst Öffentlichkeitsbeteiligung und dann Gesetz oder umgekehrt?

00:10:23: also jede einzelne Entscheidung verlangt, dass man sich damit auseinandersetzt und die Zivilgesellschaft auch mit einbezieht.

00:10:33: Und es ging hauptsächlich um Themen.

00:10:35: wie ist das Verfahren?

00:10:36: Es geht um die Geologie, es ging auch schon mal um Zwischenlagerung, auch um den Rückbau.

00:10:42: also wenn die Kernkraftwerke abgeschaltet sind heißt es eigentlich der zügige Rückbaustelle finden muss.

00:10:51: Bei dem Verfahren zur Endlagersuche gibt es auch die sogenannten planungswissenschaftlichen Abwägungskriterien.

00:10:58: Die können in einer ersten Phase zur Rate gezogen werden, aber erst sozusagen wenn alle anderen

00:11:07: Parameter arbeiten sind.

00:11:09: und

00:11:10: dann zählt erstmal die Geologie.

00:11:12: Planungswissenschaft kam aber bei mir schon vor weil ich auch Tagungen veranstalte im Austausch Deutschland Schweiz Und da ist die Frage, die Schweizer sind ein bisschen weiter.

00:11:25: Was entscheiden Sie mit also auch zu den oberirdischen Anlagen?

00:11:30: Welche Nachteile hat eine Region?

00:11:32: Hat eine Region überhaupt Nachteilen und falls ja wie kann man das kompensieren?

00:11:37: oder noch anders gefragt war auch ganz spannende Diskussion was sind denn überhaupt Auswirkungen haben nicht auf diejenigen einer Auswirkung wenn der ganze Lkw-Verkehr da durchfährt, also in der Errichtungsphase oder in der Einlagerungsphase.

00:11:55: Also da wird noch viel darüber zu reden sein und ein bisschen war es auch Thema weil es gibt zwei Zwischenlagestandorte wo es niemals einen Kernkraftwerk gab so genannte zentrale Eingangslager oder zentralen Zwischenlager.

00:12:12: die haben auch ein bisschen Kompensationsleistung bekommen.

00:12:15: was hat man mit dem Geld gemacht?

00:12:17: Hat man die Bevölkerung einbezogen?

00:12:20: Was ist da eigentlich für die Regionalentwicklung passiert oder was eben auch nicht.

00:12:26: Also insofern spielt das eine Rolle und je weiter die Endlagersuche anschreitet, desto zentraler werden diese Themen werden.

00:12:37: Danke genau ja für diese steifere Lage denn wir haben uns in einigen Podcast folgen Auch mit den Themen Auswirkungen eines Endlagers, regionalen Chancen, regionale Risiken auseinandergesetzt.

00:12:53: Mit den planungswissenschaftlichen Abwägungskriterien haben wir zum Beispiel die Erfahrung gemacht, dass das eigentlich ein Zugangsfenster ist für die Bevölkerung.

00:13:04: darunter können Sie sich sehr viel vorstellen und darüber wird bei Betroffenheit auch als erstes... Das ist ja eine Introfolge und deswegen nochmal an Sie, die Bitte.

00:13:19: Wieso sucht Deutschland ein Endlager?

00:13:22: Für welchen Abfall suchen wir gerade?

00:13:25: Können sie uns das noch mal

00:13:27: für

00:13:28: den ganz neuen oder nicht in Kontakt gekommenen Zuhörerinnen einmal bitte vorstellen?

00:13:38: Das kann ich gerne machen.

00:13:41: Es ist ja eine Tatsache, dass wir Kernenergie genutzt haben.

00:13:45: Und als die Kernenergi aufkam, da waren die Leute so euphorisch und haben sich Gedanken gemacht darüber was diese Technologie alles bewegen und bewältigen kann.

00:13:57: Man hat sich aber wenig Gedanken gemacht wohin mit den Abfällen.

00:14:01: Das sind zum Beispiel abgebrannte Brennelemente das hat man vielleicht schon gehört gehören zum sogenannten hoch radioaktiven Müll.

00:14:14: Das heißt diese Abfälle haben eine hohe ionisierende Strahlung, die sind hitzeentwickelt und sich strahlen für viele, viele hundert oder tausende Jahre also im hoch radio aktive Müll.

00:14:26: wir haben aber auch schwache sogenannte Schwach- und mittelradio aktive Müll der lagert in Deutschland in sogenannten Landesammestellen in Deutschland eine Möglichkeit gesucht, diese Abfälle langfristig zu lagern.

00:14:42: Wir haben also den Abfall.

00:14:44: das ist ein Fakt.

00:14:46: wir haben uns lange Zeit nicht darum gekümmert leider und jetzt brauchen wir einen Ort wo dieser abfälle sehr sicher sehr lange aufbewahrt werden können.

00:14:59: Primär geht es um die hochradioaktiven Abfelle weil es die gefährlicheren Abfällen sind.

00:15:08: Vorne mich mal gesagt, Herr Albrecht hat auf eine Karte gezeigt und Goal eben bestimmt.

00:15:13: Und da gab es immer den Markel und das Manko zu sagen, dass war eine politische Entscheidung.

00:15:19: Jetzt

00:15:19: ist die Suche ganz neu aufgesetzt.

00:15:22: man redet immer von der weißen Karte in Deutschland und das heißt kein Ort wird vorher ausgeschlossen.

00:15:30: alle Orte alle Gebiete in Deutschland werden nach wissenschaftlichen Kriterien untersucht Und wir suchen, das ist vielleicht auch noch wichtig zu wissen.

00:15:40: Ein Lager im tiefen Untergrund.

00:15:43: Das heißt die Abfälle sollen nicht an der Oberfläche verbleiben sondern tief in der Erde gelagert werden weil viele Studien dazu kommen dass das die sicherste Art der Aufbewahrung ist.

00:15:57: In der Schweiz sagt man glaube ich auch Tiefenlager dass es praktisch ähnlich konzipiert wird Genau.

00:16:04: Sie haben jetzt die weiße Landkarte, den Neustart das Suchverfahrens auch aufgezeigt.

00:16:11: Vielleicht können wir doch auch kurz auf die Geologie eingehen, die ja vorrang vor der Geografie hat.

00:16:19: wenn sie da vielleicht noch ein Aspekt zum sagen wo suchen wir es sozusagen?

00:16:25: Wir suchen überall und in der ersten Phase in der wir gerade sind

00:16:30: geht es um

00:16:31: tatsächlich die Geologie.

00:16:33: Und dann sagte eine Kollegin im Nationalen Begleitgremium, Geologin ist nicht verhandelbar.

00:16:41: Sie ist entweder vorhanden und geeignet oder eben nicht.

00:16:45: In dieser ersten Phase hat die Bundesgesellschaft für Entlagersuche von allen Bundesländern geologische Daten eingezogen, eingefordert.

00:16:59: Die staatlichen geologischen Dienste verfügen über geologische Daten, aber auch privat.

00:17:05: Personen oder Unternehmen verfügen Überdaten und anhand dieser Daten hat dann die Bundesgesellschaft für Endlagerung versucht den Untergrund so gut wie möglich zu kartieren Und wir

00:17:20: suchen

00:17:21: nach bestimmten Formationen im Untergrund, die müssen also in einer bestimmten Tiefe liegen.

00:17:28: Das ist nochmal eine Spritzschicht, die über diesem Endlager dann liegen würde.

00:17:33: Und da braucht es natürlich unter der Erde ein bestimmtes Volumen in das man das Entlager reinbauen kann.

00:17:41: Also gibt's Vorbedingungen und wir suchen in Gesteinsformationen, die nennen sich Kristallin also da würde der Laie Granit drunter verstehen.

00:17:52: Kristallinn Ton Wobei ich gelernt habe, Ton ist auch nicht gleich Ton.

00:17:57: Aber bleiben wir mal bei Ton und Salz.

00:18:01: Und bei Salz kann man auch noch einmal sagen dass Salz horizontal abgelagert sein kann oder steil.

00:18:08: also im Laufe der Zeit jetzt in der man sucht hat man immer mehr unterschieden zwischen salzflach gelagert und saltsteil

00:18:20: und

00:18:20: die Regionen die dann geeignet sind.

00:18:22: vielleicht ein kleiner nachtrag wie kommt man denn zu den Regionen?

00:18:27: Also, manche Untergründe sind einfach überhaupt nicht geeignet.

00:18:30: Die sind draußen und von denen was dann übrig bleibt muss man gucken was gut geeignete ist.

00:18:36: also wo

00:18:37: geht es

00:18:38: gut hin?

00:18:39: unter Kriterien und unter der Maxime der bestmöglichen Sicherheit an dem Ort?

00:18:47: Genau danke das ist eine Maxime die die Bestmögliche Sicherheit.

00:18:54: aber es gibt eigentlich auch noch fünf fünf Kriterien, die das Verfahren, des Suchverfahren auch besonders auszeichnen.

00:19:05: Das Stand AG, Standortauswahlgesetz – das haben Sie auch schon angedeutet.

00:19:11: Gibt es da eben Paragrafen, die Ihnen besonders wichtig erscheinen?

00:19:17: Ist da was eher auf, was sie auch aufmerksam machen möchten?

00:19:21: Genau!

00:19:23: Ich würde nicht so gern auf einzelnen Paragrafen eingehen.

00:19:26: Das finde ich eigentlich zu kleinteilig, aber ich möchte gerne hervorheben dass dieses Standort Auswahlgesetz ein wirklicher Gewinn ist.

00:19:37: Zum ersten Mal gibt

00:19:38: es gesetzlich

00:19:40: bekundet den Willen diese gesellschaftliche Herausforderung anzugehen Und es gibt ein Verfahren, es gibt Überlegungen.

00:19:51: Viele Leute haben da zusammengesessen um sich zu überlegen wie dieses Verfahren aussehen kann und gleichzeitig ist dieses Standortausfallgesetz nicht einfach so.

00:20:02: zur Hand haben wir einen Bauplan also man arbeitet es ab weil die Standort-Auswahl Suche ein Prozess ist.

00:20:10: Wenn man unternimmt Schritte, dann gibt es auch neue Herausforderungen.

00:20:14: Es müssen völlig neue Methoden entwickelt werden.

00:20:18: Eventuell muss man etwas festgelegt hat und noch mal neu überdenken.

00:20:24: Das Gesetz schafft eine solide Grundlage und beim höchsten Souverän dem Deutschen Bundestag verankert.

00:20:32: Und er schafft gleichzeitig die Möglichkeit das Prozesshaft anzugehen.

00:20:38: Und diese Prinzipien, von denen sie sprachen, die finde ich wichtig.

00:20:43: Wissenschaftsbasiert – also man versucht auch die Fehler der Vergangenheit zu vermeiden, eine Willkür-Entscheidung zu treffen – es muss definierte Kriterien geben.

00:20:55: Es muss nachprüfbar sein!

00:20:58: Wenn es hinterher einen Standort gibt, muss man sagen können, nach Forschung und Entwicklung, nach bestem Wissen ist dieser Ort der geeignete, weil sonst wird niemand diesen Ort auch akzeptieren.

00:21:13: Dann auch um aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen gibt es die Maßnahme zu sagen Es muss partizipativ sein also die Öffentlichkeit muss in der Lage sein sich Beteiligung zu können.

00:21:27: sie wird kleinschrittig informiert Sie muss das nachvollziehen können sie muss es nachprüfen kann und sie muss das auch hinterfragen können.

00:21:36: um überhaupt Beteiligung schaffen zu können, muss das ganze Transparenz sein.

00:21:41: Da gibt es natürlich kleine Einschränkungen.

00:21:43: wenn wir über Daten Dritter reden dann gibt es auch so geheime Daten kann man nicht transparent machen.

00:21:51: aber da gibt's die Akteneinsicht vom sogenannten nationalen Begleitkrimium.

00:21:56: Dann gibt es zwei

00:21:57: Attribute die sind schwierig nämlich das heißt Lernend.

00:22:02: Was soll man eigentlich lernen?

00:22:04: Also wenn es ein Gesetz gibt, gibt es auch die Neigung den Gesetzesbuchstaben zu folgen.

00:22:10: Bundesbehörden müssen das.

00:22:13: aber trotz dieser Gesetzesvorgabe Lernen zu dürfen oder sogar zu müssen ist eine Prämisse für diesen Prozess und auch wie diese einzelnen Akteure miteinander umgehen Zivilgesellschaft mit Wissenschaft der Vorhaben Träger mit der Aufsicht

00:22:30: usw.,

00:22:32: Und ebenso schwer zu fassen und zu füllen ist dieses selbst hinterfragend.

00:22:37: Damit es eigentlich gemeint, zwischendurch immer wieder innezuhalten und zu sagen Ist der Weg noch richtig?

00:22:46: Stimmt das so?

00:22:48: Müssen wir an der einen oder anderen Stelle eventuell auch nachkorrigieren?

00:22:54: Auch schwierig zu füll.

00:22:56: daran arbeitet man und auch dasses Work in Progress würde ich sagen.

00:23:04: Was finde ich jetzt?

00:23:05: Ich lerne hier gerade auch total viel genau wie Sie, liebe Hörerinnen und Hörern.

00:23:12: Lernender Aspekt des Verfahrens – da muss sich sagen hatte ich mich oft als Bürgerin so als Beteiligte das so verstanden dass es eben auch eine Änderung der Standortausweigesetzes geben könnte oder Kriterien angepasst werden oder ähnliches.

00:23:32: Aber was ich jetzt gerade sehr nachvollziehbar fand, ist gerade diese Aushandlung auch der Rollen oder wie man als Planerin, als Vorhabenträgerin und als Aufsicht mit den Beteiligten die eine feste Rolle im Verfahren haben mit der Öffentlichkeit umgeht.

00:23:50: das kann ich auch gut nachvollziehen, vor allen Dingen wenn man schon manche Termine mitgemacht hat.

00:23:56: Manche große Konferenzen zum Thema genau.

00:24:00: Ich würde mir gerne noch einen Aspekt beifügen, nämlich wir lernen auch von anderen Ländern oder andere Länder lernen tatsächlich auch von uns.

00:24:12: Also das Feld des Lernens ist ziemlich groß und ja also auch das Standortauswahlgesetz steht sozusagen immer wieder auf dem Prüfstand.

00:24:23: alles steht auf dem prüfstand immer wieder.

00:24:29: bevor wir vielleicht auch noch mal zu anderen Ländern kommen.

00:24:33: Und die Zeit dafür, auch in dieser Einführungsfolge nehmen würde ich gerne Sie ja noch um ein kleines Experiment bitten.

00:24:41: also Wir haben in der Akademie das sogenannte Handwörterbuch der Raumordnung und jetzt habe Ich gedacht wäre es ganz schön eigentlich heute In dieser Einführung folge ein Kleines handwerter Buch Der Endlagersuch Akteure Zu erstellen.

00:24:57: sie Haben schon einige der gängigen Kürzel auch ausgesprochen erläutert, die Bundesgesellschaft für Endlagerung.

00:25:05: Die Vorhabenträgerin ist eigentlich mal den Planungsprozess, die eigentliche Suche innen hat.

00:25:12: Sie haben das nationale Begleitgremium vorgestellt, dass ja auch berät überwacht Nachprüfaufträge stellen kann.

00:25:23: Den AKN Genau, der sich abgrenzt von unserem Arbeitskreis Endlagersuche ganz was anderes.

00:25:31: Sondern ein historisch gewachsender Akteur ist.

00:25:34: vielleicht könnten Sie auch noch eben dieses Handwörterbuch der Stakeholder Kürzel fortführen?

00:25:43: Wir haben noch das Base-Base Bundesministerien aber auch das PFE Dann so ein Kürzel rdjg.

00:25:54: Vielleicht können Sie da auch noch den Hörerinnen und Hörern eine Hilfestellung bieten?

00:26:00: Ja, also wenn man in dieses Thema neu einsteigt und wenn Neueinsteiger denen zuhören die schon bisschen länger dabei sind dann werden denen die Ohren klingeln weil es schwirrt.

00:26:14: vor Abkürzungen haben sie völlig recht.

00:26:17: Meine allerliebste Abkürzung ist eine wissenschaftliche Abkürdung, die heißt R-V-S-U.

00:26:26: Damit kürzt man ab repräsentative vorläufige Sicherheitsuntersuchungen.

00:26:32: Diejenigen, die in dem Verfahren sind wissen was damit gemeint.

00:26:37: Für andere ist es ein bisschen wie Vokabelhärten, weil wenn man sich unterhält dann ist zum Beispiel die Abkürzung für Base oder Base einfach zu lange.

00:26:47: Denn sie heißt Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung.

00:26:52: Das ist die Abköpfung für die Einheit, für den Einrichtungen, die die Aufsicht darstellt und auch Träger der Öffentlichkeitsbeteiligung ist.

00:27:02: Wenn man drei vier Mal gehört hat, dann weiß man Base Base oder Base, das ist eben dieses Bundesamt.

00:27:11: Oder die BGE, das haben wir gerade schon gesagt, Bundesgesellschaft für Entlagerung ein wichtiger Player, dass nämlich die dies vor Ort machen müssen, die sogenannten Vorhaben-Träger.

00:27:24: Nationales Begleitkremium, da müsste man eigentlich Endlagersuche hinterhängen weil sonst sagt es ja gar nichts aus und das begleitet die Suche gesetzlich vorgeschrieben.

00:27:35: Dann haben sie gesagt Diese schöne Abkürzung RDJG, finde ich auch schön.

00:27:41: Da verbirgt sich dahinter der Rat der jungen Generationen weil die Endlager Suche ist natürlich eine Generationenaufgabe.

00:27:50: es wird viele Jahrzehnte dauern.

00:27:53: wenn man sagt dann immer die jetzt junge sind werden da dann besonders gefordert sein aber sie noch mehr Generation brauchen.

00:28:01: und dieser Rat der jung generation Das sind Menschen aus der Zivilgesellschaft.

00:28:06: Die sind zum Beispiel auch vertreten in diesem sogenannten PFE, das ist das Planungsteamforum Endlagersuche.

00:28:15: Das besteht ganz ursprünglich aus zehn Zivilen also zehn Personen der Zivilesellschaft aber auch mit Mitgliedern von den anderen Akteuren.

00:28:27: und dieses Noch eine Abkürzung.

00:28:33: Das FE, das Forum Endlagersuche vor und das ist eine große Veranstaltung einmal im Jahr wo die Ergebnisse der BGI Bundesgesellschaft für Änderungsgrund gesichtet werden, wo man guckt was haben die gemacht wie ist der Arbeitstand?

00:28:50: Ist es nachzuvollziehen welche Fragen haben wir?

00:28:53: Das sind finde ich große Player das BMU-KN nicht zu vergessen, um noch eine letzte Abkürzung reinzubringen.

00:29:05: Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

00:29:11: Dass eben auch Ordnungsverträge rausgibt oder in Teilen auch das NBG besetzt hat.

00:29:21: Und natürlich der Deutsche Bundestag als Souverän ist nicht zu vergessen denn irgendwann mal Quargesetz auch entscheidet, welche Standorte weiter untersucht werden sollen.

00:29:34: Das sind nur die Akteure.

00:29:36: und dann gibt es natürlich viele Dinge, die einem leihen erst mal ganz komisch vorkommen wie Wirtsgesteine oder Deckgebirge.

00:29:50: Also muss man sich nicht abschrecken lassen.

00:29:53: das hört man drei bis vier Mal

00:29:59: Genau, und man könnte ja auch zu jedem Akteur eigentlich noch ganz viel erzählen.

00:30:03: Zu den Rollen, zu den Aufgaben.

00:30:05: aber ich denke da kann man sich auch gut zum Beispiel über die Endlage suche Info-Plattform, die wir in den Show Notes verlinkt haben informieren.

00:30:14: genau also

00:30:16: Da würde ich auch gerne noch etwas sagen.

00:30:18: Also die Info Plattform Die vom Base oder Basis übertrieben wird ist wichtig.

00:30:24: Ich würde aber auch allen in dieses Thema ein bisschen rein arbeiten möchten, diese Kurzfilme von der BGI empfehlen.

00:30:33: Da gibt es so neunzig Sekunden Filme auch zu Morse-Leben oder zur Asse.

00:30:40: die sind super aufbereitet kann man gut reinhören und dann hört man schon mal das Vokabular und kriegt auf einer Super Ebene mit und was es geht.

00:30:51: Oh, danke!

00:30:52: Perfekt das werden wir auch aufnehmen.

00:30:55: Neunzig Sekunden ist glaube ich genau die richtige Aufmerksamkeit oder das möchte ich, dass werde ich mir im Nachgang auch mal anhören weil es immer so herausfordernd ein komplexes Thema in so kurzer Zeit zu besprechen.

00:31:11: Ich würde gerne noch eine Frage stellen, die auch ein bisschen einen Ausblick auf die weiteren Pot fahrt Podcast folgen gibt zu den Themen, die wir noch behandeln möchten und zwar dazu einen Ländervergleich.

00:31:30: Die Endlagersuche in Deutschland auch wie haben sie jetzt vorhin schon gemacht wird ja oft mit der Schweiz verglichen.

00:31:35: und wenn wir da eine Geschichte zurückgehen ich bin nach einer Exkursion nach Nordnördlich-Lägern mit in der These zurückgekommen Die Schweiz hatte doch eigentlich auch ihr Gorleben.

00:31:49: Es gab auch mal eine Top-Down-Entscheidung für einen Standort Anfang der neunziger Jahre, der Standort Wellenberg für schwach und mittelradioaktive Abfälle, der dann von der Bevölkerung in einem kantonalen Volksentscheid fünfundneunzig blockiert wurde.

00:32:06: Also hier sehe ich das die Länder mit einer ähnlichen Situation konfrontiert waren, also dass sie erst mal einen Scheitern ihrer Suchprozesse oder ihre Standortauswahl erlebt haben.

00:32:21: Eine Nichtakzeptanz und dann participative Prozesse erst aufgelegt haben.

00:32:27: Und gleichzeitig wird in der Öffentlichkeit, in den Medien aber auch von Fachakteuren immer wieder diese Erzählung gefüttert dass die Endlagersuche in der Schweiz so viel besser ist als in Deutschland und natürlich auch weiter fortgeschritten.

00:32:42: Und da möchte ich Sie fragen, können Sie meine Kritik an diesem Weitertragen eines Narratifs?

00:32:49: Bei uns ist das so Verfahren bei weitem nicht so gut wie in der schweiz ja verstehen.

00:32:57: Ich kann verstehen, dass Leute auf einen ersten Also mit einem ersten kurzen Blick denken, in der Schweiz geht alles schneller.

00:33:07: Weil die einfach weiter sind.

00:33:08: Ich kann auch verstehen dass Sie Kritik daran haben an dieser Abkürzung weil das ist eine Abkürdung.

00:33:16: Das stimmt beide Länder haben eine Geschichte.

00:33:18: Beide Länder

00:33:19: haben positiv

00:33:21: aus Fehlern gelernt und sich gesagt so geht es nicht.

00:33:24: also wir wollen diese Konflikte nicht können uns gar nicht leisten.

00:33:27: in Deutschland gingen sie vielleicht nach Nonomayata ab.

00:33:31: Wir wollen diese Konflikte nicht, das kann so nicht sein und wir müssen die Aufgabe trotzdem lösen.

00:33:37: Deutschland hätte früher sein können, wenn es den AKN nicht in die Schublade gestopft hätte, sondern da, dass sie im Jahr two-tosendzwei weitergearbeitet hätte.

00:33:48: Da muss man aber sagen... Das ist ja immer im Kontext zu betrachten, was diesen politischen Konsens?

00:33:55: Nicht!

00:33:57: wo eine konstruktive Weiterarbeit scheinbar möglich war.

00:34:00: Die Schweizer haben den AKN genommen, weil er nämlich gut war und haben ihn für sich weiterentwickelt.

00:34:09: Und da muss man sagen die beiden Hände haben natürlich auch unterschiedliche Kulturen und ein unterschiedliches Herangehen.

00:34:15: also hier in den Tagungen im Lokum haben wir mal rausgearbeitet dass die Schweiz ein bisschen pragmatischer rangeht an die Aufgabe.

00:34:27: Dann lächen die Schweiz immer und sagen, die Deutschen gehen perfektionistischer an alles ran.

00:34:34: Wahrscheinlich weil es nicht noch mal schiefgehen darf.

00:34:36: ich glaube das hängt auch in den Köpfen.

00:34:40: Und dann sind die Schweiz wirklich schneller?

00:34:43: Ja aber da gibt's auch ganz handfeste Argumente dafür.

00:34:47: Die Schweiz ist sehr viel kleiner als Deutschland.

00:34:50: Darf man nicht vergessen also alles was Kommunikation betrifft Konsolation.

00:34:56: Wir haben ein Demokratieverständnis, die sind also schon per se anders unterwegs.

00:35:01: Also die Schweiz ist kleiner.

00:35:04: Dann haben wir vorhin gesagt wo sucht denn Deutschland?

00:35:07: Wir suchen in drei Schrägstrich vier Wirtgesteinen.

00:35:12: Die Schweiz sucht in genau einem Wirtestein und das ist Ton Opalinus-Ton, wenn man das mal hört.

00:35:21: Da werden die Schweizer ihr Endlager reinbauen.

00:35:25: Die haben auch mal in Kristallin gesucht wie wir in Deutschland.

00:35:30: Das ist in der Schweiz aber nicht tauglich, dass es zu zerklüftet.

00:35:34: also suchen sie nur im Ton, nur in einem Würzgestein in einem kleineren Land.

00:35:41: und dann gibt es noch einen Unterschied.

00:35:43: beide haben ihre Öffentlichkeitsbeteiligung neu aufgesetzt und auch die Schweiz musste viel, viel lernen.

00:35:52: Hat Leute ausgebildet für die Öffentlich- keins Beteiligungen?

00:35:56: Aber denn der Unterschied ist, die Schweiz hat erst damit begonnen als sie schon sechs Standortregionen hatte.

00:36:04: also es gab nun auch diese sechs nicht ganz weiße Karte der Schweiz.

00:36:09: Und bei uns gibt es die öffentlichkeits Beteilligung von Anfang an Auch schon in der Phase eins an deren Ende weniger Standortregionen stehen.

00:36:20: Also ja, wir machen es anders aber wir machen's nicht schlechter.

00:36:27: Ja ich bin ganz begeistert heute in dem Gespräch weil es auch so viele positive Botschaften rund um die Endlage der Suche gibt.

00:36:36: das ist ein sehr angenehmes Gespräch schon mal an dieser Stelle.

00:36:42: Genau bleiben wir vielleicht ganz kurz noch bei den Narrativen.

00:36:50: Da möchten wir nämlich, wie ich schon gesagt habe in einer Folge des Podcasts auch näher drauf schauen.

00:36:55: Sie haben jetzt sowas gesagt wie Schweiz ist pragmatischer, wir perfectionistischer.

00:37:00: Ich hab im Hinterkopf zum Beispiel Finnland.

00:37:02: da ist einfach in der Gesellschaft eine Kultur da so ein Vertrauen in Technik.

00:37:08: also da gibt es so Mainstream Erzählungen Einfach Bilder, die uns in den Sinn kommen.

00:37:17: Wenn von der Endlagersuche gesprochen wird und das nationale Begleitgremium zur Endlage suche, dem sie ja angehört haben hat

00:37:27: auch

00:37:29: ein Format aufgesetzt dass sich mit Mainstream Erzählungen Narrativen auseinandersetzt.

00:37:37: mir bleibt da im Kopf so schießen wir den Atommüll doch einfach auf dem Mond und die Antwort ist, naja es gibt eigentlich keine so einfache Antwort.

00:37:49: Vielleicht können Sie uns noch von diesem Format etwas berichten?

00:37:54: Das wäre sehr interessant!

00:37:57: Auch das mache ich sehr gerne.

00:37:59: Es ist so...

00:38:01: Wir

00:38:01: haben also das NBG, probiert immer mal verschiedene Formate aus.

00:38:06: Also auch wie redet man über die Endlagersuche oder worüber muss man auch reden?

00:38:12: Und es ist ja so dass in der heutigen Zeit auch durch die sozialen Medien jeder seine Meinung kundtun kann und auch viele Halbwahrheiten zu kurz geschossene Wahrheiten Schöne, kurze schlanke Botschaften in die Welt rausgehauen werden sie aber nicht stimmen.

00:38:34: Die aber aufgrund der Kürze und der Einfachheit scheinbar ganz gerne gehört werden.

00:38:41: Und

00:38:42: im NBG haben wir uns lange darüber ausgetauscht und auseinandergesetzt.

00:38:47: können wir diesen Fake News, können wir diese Verkürzung etwas entgegensetzen?

00:38:54: wollen wir dem etwas ent Gegensetzen?

00:38:56: Wir haben beschlossen und gesagt ja Das muss man tun.

00:39:00: Man kann diesen Botschaften nicht das Feld überlassen, zumal es auch die vernünftige Außeneinandersetzung sage ich mal oder sachgerechte Auseinandersetzungen erschwert.

00:39:13: und dann sind wir auf ein Format gekommen,

00:39:16: d.h.,

00:39:17: echt jetzt?

00:39:19: Und geht von so einer Kurzbotschaft oder so eine Halbwahrheit aus, sitziert diese Botschaft auf ein Wahrheitsgehalt und setzt Argumente dagegen.

00:39:31: Sie haben vorhin gesagt, schießen wir den Atomöl auf dem Mond.

00:39:36: Ältere unter uns werden auch wissen dass man das nie machen soll.

00:39:39: weil also schießen müssen auf den Maß.

00:39:42: der Maß bringt verbrauchte Energie sofort zurück.

00:39:45: Also nein, so was geht nicht oder packen wir es tief in die Erde.

00:39:49: Aber auch solche Aussagen, die man auch seitens von Verantwortungsträgern hört wie Bayern ist per se nicht geeignet, ist eine Aussage, die kontraproduktiv ist weil das Bundesverfahren wird entscheiden und auch hervorbringen ob keine Fläche in Bayern geeignete ist oder nicht.

00:40:12: ja also da könnten auch die Bayern entspannt sein.

00:40:16: oder diese Botschaft für Braun überhaupt kein Endlager, das regeln wir alles über Transportationen.

00:40:21: Das heißt Wiederaufbereitung.

00:40:25: Da ist immer vielleicht auch so ein bisschen Könchenbehalt dran.

00:40:28: aber es geht darum zu sagen ja die Botschaft nehmen wir mal und hören ob das wirklich ganz so einfach ausgesagt werden kann oder sollte.

00:40:41: Vielen Dank Sie haben jetzt eigentlich nochmal aufgezeigt, weil es so eine Methode wie man auch unterstreichen kann warum das Verfahren ja so wissensbasiert sein sollte.

00:40:59: Also da mit diesem Projekt tragen sie dazu bei.

00:41:04: Ich fand jetzt über unser Gesprächen weg, hat man wirklich gesehen wie gesellschaftlich relevantes Thema ist.

00:41:10: Was es eigentlich doch für ein Alltagsbezug gibt sei es dass man in der Entfernung im gewissen Radius vielleicht inzwischen in Zwischenlage wohnt Wie man als Bevölkerung sich einbringen kann, wie man sich als junger Mensch in das Verfahren einbringen können.

00:41:30: Also ich bin wirklich ganz begeistert weil sie heute auch diese positiven Aspekte herausgearbeitet haben.

00:41:40: Und zum Ende möchte ich Sie trotzdem noch fragen, ob es auch etwas gibt was ja noch verbessert werden sollte?

00:41:48: Was Sie einen, ob sich die nochmal einen Aspekt nennen möchten der Ihnen besonders wichtig ist.

00:41:55: Ist das vielleicht auch das Thema Ihrer diesjährigen Tagung in Lokum?

00:41:59: Vielleicht geben Sie uns das noch zum Abschluss mit!

00:42:06: Ja.

00:42:07: Was soll, was kann verbessert werden?

00:42:09: Also ich glaube das man klar haben muss ist dass es ein Prozess ist und was vielen Leuten glaub ich fehlt ist die Geduld oder das akzeptieren dass es so wahnsinnig lang dort ja oder nein wir wissen nicht.

00:42:30: also im ursprünglichen Gesetz Stand eine Jahreszahl, die hieß bis zu einem Jahrzeichen haben wir einen Standort gefunden.

00:42:38: Das war sehr, sehr ambitioniert.

00:42:42: Einige Leute haben das schon bezweifelt.

00:42:43: Jetzt geht davon aus dass wir einen standort frühestens zwei tausend sechsund vierzig gefunden haben werden.

00:42:52: Viele Leuten geht es jetzt nicht schnell genug und es gibt ganz viele Überlegungen das zu beschleunigen.

00:42:59: ich glaube auch dass wir uns beeilen müssen einen Standort zu finden, weil das Interesse lässt nach.

00:43:07: Wir wissen nicht wie sich die Gesellschaft verändert?

00:43:09: Wie sich die geopolitische Lage verändert?

00:43:11: Das wissen wir alles nicht.

00:43:14: und trotzdem gibt es einen Aspekt an dem es kein zurückgibt und das heißt Sicherheit.

00:43:21: Also Sicherheit ist die erste Maxime denn was hätten wir gewonnen wenn wir uns jetzt beeilen?

00:43:27: aber hinterher fällt uns eine mangelnde Sicherheit auf die Füße.

00:43:32: Zeit spielt natürlich eine Rolle, weil die Zwischenlager heißen Zwischenlage.

00:43:39: Weil sie nur eine Zwischen-Lösung sein sollen.

00:43:43: Das heißt wir brauchen eine Lösung, die dauerhaft trägt und zentral ist.

00:43:49: Ja, optimieren wäre für mich das Wort Ich bin für Optimierung ich bin für permanente Überprüfungen.

00:43:56: Und trotzdem sage ich Oberwürste Maxime ist die Sicherheit.

00:44:00: dahinter darf man nicht zurück.

00:44:05: Das ist auch die Erfahrung, dass meine Exkursionen aus der Schweiz mitnehmen zu Beginn der dortigen Regionalkonferenzen.

00:44:13: Der sage ich mal nochmal kleine Räumigerinnen Öffentlichkeitsbeteiligung.

00:44:17: da war glaube ich auch das Thema Sicherheit von der Bevölkerung so dominierend und Ich denke das wird bei uns in Deutschland ähnlich sein, dass es auch was Greifbares da geht um Ängste Und das dürfen wir nicht mit dem schnellen Planungsprozess vielleicht auch verdrängen.

00:44:36: Und ich finde, ganz übertragbar auf die Planung und die Raumwissenschaften ist jetzt diese Forderungen, Planung zu beschleunigen.

00:44:47: Ich finde das gut für allgemein an, für große Infrastruktur-Projekte, dass man

00:44:53: das

00:44:53: als Planungs-Prozess versteht.

00:44:58: Das Schöne ist denke ich, man einen sehr klaren Rahmen mit dem Stand AG hat.

00:45:05: Sie haben gesagt, das ist ein sehr gutes Gesetz und in Details kann man noch aushandeln, moderieren, abwägen überprüfen.

00:45:14: Und das sind eigentlich auch alles die Eigenschaften der Disziplin oder des Arbeitsalltags einer Raumplanerin oder eines Raumplaners.

00:45:24: In der Folge haben wir jetzt trotzdem bewusst diesen Winkel der perspektive Raumwissenschaft eher ausgeklammert.

00:45:31: Sie hörten vielmehr eine allgemeine Einführung mit Monika Müller.

00:45:37: Viele Themen, die wir jetzt aber angerissen haben werden wir im Zukunft in den nachfolgenden Folgen noch beleuchten.

00:45:45: Ich

00:45:45: danke Ihnen!

00:45:46: Sie waren eine ausgezeichnete Gesprächspartnerin und es hat mir heute sehr viele Freude bereitet Und ich hoffe, dass ich die Liebehörerinnen und Hörer oder dass sie mich in den weiteren Folgen begleiten.

00:45:59: Vielen Dank!

00:46:20: Erik hier rollt.

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